Re: OT: Essen in Deutschland - Intel-Chef sieht schwarz für Brandenburg…
essenDie Wahl hast Du auch so. Bloss leider entscheiden die Leute nach dem
> > Preis(!) und nicht nach diffusen ökologischen Gesichtspunkten. Ein Ei
> > aus Käfighaltung schmeckt genausogut und ist genausogut wie eines aus
> > Bodenhaltung oder Freilandhaltung. Ist es nun weniger gesund als das
> > andere? Nein.
> […]
> Und wenn du sagst, dass ein Ei aus Käfighaltung genauso gut schmeckt,
> dann bist du leider jemand, der zu dieser Aussage kommt, weil ein Ei
> von außen gleich aussieht, ob es jetzt aus Käfighaltung ist oder aus
> Freilandhaltung. Von Stresshormonen oder ähnlichem hast du
> wahrscheinlich (wenn überhaupt) seit deiner Schulzeit nichts mehr
> gehört und auch unter ausgewogener Hühnerernährung (nur chemisch
> zubereitetes “Hochleistungsnährfutter” im Vgl. zu Körnern, Würmern
> und was Hühner sonst noch im Freien so finden und fressen) kannst du
> dir nix vorstellen. Aber bitte. Du darfst gerne deine Eier weiterhin
> essen und glauben, dass es einfach nur billiger ist. Traurig ist nur,
> dass zu viele Leute so wie du denken und deswegen das Essen in
> Deutschland einfach nur SCHEI*E ist. Sorry für die deutlichen Worte.
> Ich zahle lieber mehr und habe dafür was vom Essen. Ob das jetzt
> Schweinefleisch, Tomaten oder Eier sind, die auch noch nach was
> schmecken sollen…
>
Liebe Leute,
hättet Ihr ein wenig Bezug zur bäuerlichen Landwirtschaft (und nicht
nur zu einigen herausgeputzten Hoflädchen) oder hättet Ihr wenigstens
am 26.10.03 auf Spiegel-TV den Bericht über die unterschiedlichen
Haltungsformen von Legehennen gesehen (Stream über:
http://www.spiegel.de/sptv/videonews/0,1518,archiv-2003-300,00.html)
, würdet Ihr klarer sehen.
Dort wurde nachvollziehbar dargelegt, daß eine modifizierte
Gruppenkäfighaltung die beste Haltungsform sei (Sterblichkeit,
Medikamentenrückstände, Krankheiten).
Ob nun das goldgelbe Dotter von Paprika oder direkter
Beta-Carotin-Fütterung herrührt, macht da nicht den großen
Unterschied.
Btw: “Natürliche Haltung” - wie sähe die denn für die aus Asien
stammenden Hühner aus?
-
Bitte glaubt mir, daß die meisten Landwirte viel lieber ihrem Beruf
nachgehen würden, indem sie Acherbau und Tierzucht betreiben, als
andauernd neue Beihilfe-Regeln zu studieren und entsprechende Anträge
auszufüllen.
Nur bedingt dieses ein Aufbrechen verkrusteter Strukturen und
Verbände. Das ist leider nicht viel anders als bei
Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften:
Die eigentlichen Akteure sind oft viel weiter, als es den
Stände-Verbänden lieb ist.
Schönen Tag noch,
Arnold Schnermann
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