“Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen”, Etymologie und Ausblick - Softwareprobleme gefährden Auszahlung vo…

essenDies nur ergänzend zu den anderen Kommentaren: Wer nicht arbeitet,
> > soll auch nicht essen?
>
> Das war die Maxime des Sozialismus in der ehem. DDR. Nur mal für
> diejenigen, die diesen Spruch nicht einordnen können.
Dass sich die kaputtgegangenen Staatssozialismen ideologisch dermaßen
auf “die Arbeit” kaprizierten, das war tatsächlich einer ihrer großen
Fehler. Dass man in der ehemaligen DDR Menschen, die aus welchen
Gründen auch immer nicht arbeiteten, verhungern ließ, ist allerdings
grob falsch. Und wer “den Spruch” wirklich “einordnen” will, der
sollte schon ein bisschen weiter zurückgehen in der Geschichte - er
stammt aus der christlichen Heilslehre, taucht meines Wissens
erstmals im Neuen Testament, im zweiten Brief des Paulus an die
Thessalonicher auf, und wurde seitdem immer wieder von den
geistlichen wie weltlichen Mächtigen instrumentalisiert, bis er sich
solcherart in die westlich-christliche Gesellschaft eingeprägt hat,
dass sie ihre Mitmenschen auch dann noch zum arbeiten zwingt, wenn
keine Arbeit mehr da ist.
> > .. Was sollen sie denn “arbeiten”? Welche
> > “Arbeit” sollen sie denn übernehmen,
>
> Das Problem besteht aber auch (nicht nur) darin, dass es eben nicht
> genügend qualifizierte Arbeitskräfte - für sehr hohes Einkommen - und
> zuwenig gering qualifizierte Arbeitskräfte, die auch für einen
> niedrigen Lohn arbeiten wollen, gibt.
Das ist so pauschal nicht richtig. Nur aus der Tatsache, dass es an
bestimmten Orten für bestimmte höherqualifizierte Stellen nicht genug
Bewerber gibt, lässt sich nicht folgern, dass es zuwenig
qualifizierte Arbeitskräfte gibt. Und ja, es mag sogar bundesweit
einzelne ‘qualifizierte’ Berufe geben, die die Leute nicht mehr in
dem Maße machen wollen - soll man die auch da etwa zwingen? Abgesehen
davon strafen dich die Massen arbeitsloser Fachkräfte bis hin zu
top-ausgebildeten Akademikern Lügen.
Und wen wundert es, dass es keine Leute gibt, die “für niedrigen
Lohn” arbeiten wollen? Viele tun es trotzdem, und oftmals springt der
Lebensunterhalt dabei gerade mal so heraus.
> > .. und warum? Nur damit sie
> > irgendwas “tun”? Um die “Arbeit” damit anderen, die sie jetzt noch
> > haben, wegzunehmen? Denn mehr Arbeit wird es nicht werden.
>
> Doch. Siehe oben. Zwar nicht für jeden aber für sehr viel mehr als du
> hier den Leuten erzählst.
Nope. Der Zug ist abgefahren, und wer das nicht wahrhaben will, der
bezichtigt damit die volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der
letzten drei Jahrzehnte aus dem überwiegenden Teil der der westlichen
Industrienationen der Lüge. Seitdem sinkt die Beschäftigung, während
die Produktion steigt. Die Zahlen sprechen eine völlig eindeutige
Sprache, nur die Politik traut sich immer noch nicht die Wahrheit zu
erkennen. Nicht der Rückgang von Beschäftigung und die damit
verbundenen Probleme der Nationalökonomie sind Ausdruck einer
“vorübergehenden Flaute”, sondern die Zunahme von Arbeitsplätzen ist
immer nur Ausdruck eines vorübergehenden Peaks, wie zum Beispiel
Mitte der Achtziger nach der Einführung des PC, oder in den
Neunzigern mit dem Boom des Internet. Alle diese Peaks enden, wenn
nicht sogar in einem beschleunigten Abwärtstrend aufgrund des dabei
entwickelten zusätzlichen Rationalisierungspotenzials, in dem zuvor
gehabten negativen Verlauf.
> Abgesehen davon hört sich dein Posting schon wie die blöden Sprüche
> von jungen bettelnden Arbeitslosen (aber arbeitsfähig aussehenden) in
> der Berliner U-Bahn an. Da haben echt welche Null Bock auf Arbeit.
Der alte Sozialneidfehler. Was für einen Sinn hat es, “Bock auf
Arbeit” zu haben, wo es keine Arbeit gibt? Sollen die Leute
denjenigen die Arbeit wegnehmen, die nicht nur gerne arbeiten gehen,
sondern auch noch nebenbei eine Familie zu ernähren haben? Abgesehen
davon zeigt deine Beobachtung nur, dass “junge bettelnde Arbeitslose
in der Berliner U-Bahn” die Zeichen der Zeit besser erkannt haben als
mancher andere.
> > .. Die
> > westlichen Volkswirtschaften haben nicht mehr genug Arbeit zu
> > verteilen, weil sie so weit fortgeschritten sind und immer noch
> > weiter darin fortschreiten, dass immer mehr dieser Arbeit von
> > Maschinen und Computern erledigt wird.
>
> Dass es eine ungleiche Verteilung der Arbeit gibt ist unstrittig.
Ok.
> Die Ursachen liegen aber weniger am technischen Fortschritt, sondern
> vor allem an der ungleichen Verteilung des Wohlstandes in der Welt und
> der sich daraus ergebenden Globalisierung der Arbeitswelt.
Das ist in der Tat richtig. Ich frage mich allerdings, wie man
ungleiche Verteilung von Wohlstand in der Welt auf die Reihe kriegen
will, wenn man es schon innerhalb der eigenen, nach wie vor geradezu
reichen Nationalökonomie im eigenen Land nicht schafft.
> Weiterhin
> liegt es an der mangelnden Qualifizierung und dem mangelnden
> Qualifizierungswillen einer großen Gruppe von Arbeitnehmern.
Das ist, wie oben angedeutet, nicht das Problem.
> > Die Gewinne dieser Entwicklung
> > kommen jedoch nur den Unternehmern zu, die weiter von
> > Rationalisierung und Automatisierung profitieren. Die sind es, die
> > auf Kosten der Arbeitnehmer und der Arbeitslosen reich werden; deine
> > Kostenrechnung ist dagegen eine Milchmädchenrechnung.
>
> Du lebst im falschen System.
Scharf beobachtet.
> Wenn dir die Marktwirtschaft nicht gefällt, schau dich […]
Haha, schade, dass du nicht mehr sagen kannst “dann geh doch nach
drüben”, wie? Der einfachste aller dummen Sprüche.
> nach Ländern mit anderen Gesellschaftsmodellen
> um. Heute darfst du dahin, wo es dir gefällt. Jedenfalls verhält sich
> D hinsichtlich der Ausreismöglichkeiten nicht wie deine politischen
> Vorbilder aus dem ehem. Sklavenhalterstaat DDR.
Interessant, dass sich manche Leute in ihrer ignoranten Arroganz
immer gleich einbilden, zu wissen, wo jemandes ‘politische Vorbilder’
seien.
> > Komm mal runter von der Arbeit als Zentrum des Lichts. Wir könnten
> > *alle*, im Gegensatz zu der Scheiße, die uns Schröder

One Response to ““Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen”, Etymologie und Ausblick - Softwareprobleme gefährden Auszahlung vo…”

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